Das Unbewusste
Es ist eine Menge über das Unterbewusstsein geforscht und geschrieben worden. Vieles davon ist jedoch für den Suchenden nicht so recht greifbar.
Fakt ist jedoch, unser Unterbewusstsein ist ein unendlicher Informationspool, zu dem wir über die Entspannung - ein leichter Trancezustand - Zugang bekommen.
Das Unbewusste ist nicht dieses geheimnisvolle, dunkle Etwas, dessen Angst davor wir über ganze Generationen schon mit der Muttermilch eingesogen haben.
Wir lernen als junger Mensch unglaublich viel „Wichtiges". 30 verschiedene Regenwurmarten sind nur ein Beispiel dafür – aber den Menschen in seiner Ganzheit, in allem was ihn ausmacht und dazu gehört nun einmal das Unbewusste als absoluter Chef, denn es regelt und leitet unser Bewusstsein, unsere Körperfunktionen, unsere Realität... von ihm lernen wir so gut wie nichts.
Alles, was wir in unserem Leben wahrnehmen, alles, was unserer Familie, aber auch unseren Ahnen zugestoßen ist, alle Ängste, alle furchtbaren Ereignisse, alles, was wir an Gefühlen nicht leben durften, um gesellschaftsfähig zu sein, ist im Unbewussten als Information abgespeichert. Wir müssen es nur lesen.
Dass diese Informationen in uns wirksam sind, d.h. unsere Wirklichkeit bilden, uns schwach und hoffnungslos, aggressiv oder depressiv machen, das lernen wir auch nicht.
Wir entfernen uns auf Grund unserer Erziehung und Gesellschaft immer weiter weg von uns selbst und geben somit jede Verantwortung ab. Wir haben ja auch nicht wirklich gelernt die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen und hinzuschauen, wer wir wirklich sind.
Körperliche Blockaden und negative Gefühle sind nichts anderes als Botschaften, die aus unserem Unbewussten kommen, um uns endlich aufzurütteln, hinzuschauen, uns zu erkennen und den bisherigen Irrweg unseres Lebens zu verlassen um einen anderen einzuschlagen. Den Weg, der zu uns gehört.
Botschaften unsere Unterbewusstseins, die wir im Alltag erleben, gehen meist unhinterfragt an uns vorbei. Zum Beispiel, wenn wir einem Fremden begegnen, der in uns Gefühle der Abwehr, Ablehnung oder aber großer Sympathie auslöst. Wenn wir in manchen Situationen verstandesmäßig „grundlos“ panisch oder wütend, frustriert oder deprimiert reagieren. Das sind Situationen, die wir im Alltag gespiegelt bekommen und die mit Etwas in uns in Resonanz gehen. Das heißt, die Ursache dieser „zufälligen“ Begegnung liegt bei uns im Unbewussten und wir ziehen diese Menschen oder Situationen unweigerlich immer wieder an.
Man könnte auch sagen, das Leben stupst uns immer wieder mit der Nase auf die Dinge, die sehr wichtig für unsere Weiterentwicklung, Wahrnehmung und Bewusstwerdung sind.
Oder nehmen wir unsere eigenen Kinder. Sie sind unser größter und ehrlichster Spiegel. Die ungeliebten Eigenschaften, die wir an ihnen „aberziehen“ wollen, sind genau die, die bei uns im eigenen Unbewussten weit in den Schatten verdrängt wurden, um geliebt und anerkannt zu sein.
Arbeiten wir an uns selbst und nicht mit irgendwelchen Erziehungsmethoden oder „Mittelchen“ an den Kindern herum, ändern sie sich von allein und müssen nicht mehr unbewusst unser Spiegel sein.
Das Unbewusste ist unser kompromisslos ehrlichster Wahrheitslieferant überhaupt – und jede/r Einzelne bringt ihn mit auf diese Welt – frei Haus!

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